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Portfolios zur Leistungsbeurteilung

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Foto: PixelQuelle.de

MMag. Dr. Andrea Brait, Mitglied des Autorinnenteams von querdenken, über den Einsatz von Portfolios und deren Potentiale im Rahmen eines Geschichtsunterrichts nach dem neuen Lehrplan.

Die hohen theoretischen Ansprüche des neuen Lehrplans praxistauglich umzusetzen, ist eine große Herausforderung. Der Abstand zwischen Theorie und Praxis in der deutschsprachigen Geschichtsdidaktik liegt meiner Ansicht nach daran, dass viel zu wenig empirisch, also in den Klassenzimmern, geforscht wird. Darüber wie sich historische Denkprozesse bei Schülerinnen und Schülern entwickeln, wissen Geschichtsdidaktikerinnen und Geschichtsdidaktiker an den Unis oft viel weniger als Lehrkräfte. Daher finde ich es ganz zentral, dass wir im Team von querdenken Theorie und Praxis vereinen.

Arbeiten mit Portfolios

Ein wichtiges Element von querdenken sind Anregungen für ein alternatives Leistungsbeurteilungskonzept, das der Kompetenzorientierung angepasst ist. Am Ende eines jeden Moduls gibt es ein Portfolio mit unterschiedlichen Aufgaben. Diese decken alle im Lehrplan ausgewiesenen Teilkompetenzen ab und können damit klassische Beurteilungsformen wie Tests ersetzen. Die Aufgaben bei den Portfolios sind derart gestaltet, dass die Lernenden diese auch außerhalb des Unterrichts erfüllen können. Wir haben auch darauf geachtet, dass die Schülerinnen und Schüler dabei zu individuellen Lösungen kommen.

Ich habe in meinem Unterricht immer sehr gerne mit Portfolios gearbeitet, als Alternative zum klassischen Test oder als Ergänzung zu punktuellen Leistungsüberprüfungen. Die Ergebnisse zeigten die besonderen Vorlieben und Interessen der Schülerinnen und Schüler. Die Bewertung von Portfolios nimmt sicher mehr Zeit in Anspruch als Tests. Jedoch ist zu bedenken, dass auch die Schülerinnen und Schüler deutlich länger dafür arbeiten müssen und sich demnach viel intensiver mit historischen bzw. politisch-bildenden Themen befassen.

>> Quellenkunde Portfolio (aus querdenken 2)

Kompetenzaufbau als Ziel

Mein wichtigstes Ziel im Unterricht war immer, dass ich die Schülerinnen und Schüler dazu befähige, sich einerseits am politischen Leben zu beteiligen und andererseits auch außerhalb des Unterrichts „kompetent“ mit Geschichte umzugehen, wie sie ihnen im Alltag begegnet (man denke etwa an den kritischen Umgang mit historischen Spielfilmen). Die Portfolios in querdenken leiten zu einem eigenständigen Umgang mit Quellen und Darstellungen an, wie er nach der Schulzeit wünschenswert wäre.


querdenken – Geschichte und Politik zeitgemäß

querdenken ist das klare Konzept für einen zeitgemäßen Geschichtsunterricht nach neuem Lehrplan. Neun ansprechend gestaltete Module vermitteln aufeinander aufbauend den Schülerinnen und Schülern Geschichte und Politische Bildung. Zahlreiche Basiskonzepte helfen beim Verstehen von Zusammenhängen.

>> Zur Konzeption von querdenken

Tags : GeschichteLehrplanPolitische Bildung