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Lernen und Lehren mit Technologien

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© Alexander Raths - Fotolia.com

Die neue, soeben erschienene Ausgabe von Erziehung & Unterricht widmet sich dem Thema „Lernen und Lehren mit Technologien: Vermittlung digitaler und informatischer Kompetenzen“.

Wie immer in Erziehung & Unterricht wird der jeweilige Themenschwerpunkt aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet – von der Forschung bis zur Praxis. Die vielfältigen Beiträge und Artikel der Autorinnen und Autoren in Erziehung & Unterricht (Ausgabe 7-8 | 2017) reichen vom Prototypen eines digitalen Schulbuches über die informatische Grundbildung bis hin zum Einsatz von Augmented Reality im Unterricht.

Da bei allen Beiträgen stets pädagogische und (fach-)didaktische Überlegungen im Vordergrund stehen, bieten sie Ihnen die Gelegenheit, sich Anregungen zu holen, an Diskussionen anzuknüpfen bzw. eigene Zugänge und Erfahrungen zu reflektieren.

>> Werfen Sie einen Blick auf die Themen

>> Ausgabe „Erziehung & Unterricht 2017 | 7-8“ bestellen


Aus dem Vorwort zu Erziehung & Unterricht 7-8 | 2017, geschrieben von den beiden Koordinatoren Martin Bauer und Stephan Waba:

Digitalisierung der Gesellschaft

Digitale Medien verändern unsere Welt und unser Leben in einem Ausmaß, wie dies zuletzt wohl bei der Einführung des Buchdrucks der Fall war. Unsere Schülerinnen und Schüler wachsen mit digitalen Medien auf und nutzen diese meist unbefangen und vielseitig. Zeitgemäße Bildungs- und Arbeitsprozesse sind ohne die Nutzung digitaler Technologien kaum denkbar – digitale und informatische Kompetenzen sind für die Teilhabe an unserer Gesellschaft unerlässlich:

Im Mittelpunkt stehen Fähigkeiten, Technologien bewusst und produktiv für die eigene Weiterentwicklung einzusetzen oder in entsprechenden zukunftsträchtigen Berufsfeldern Fuß zu fassen.

Digitalisierungsstrategie „Schule 4.0. – jetzt wird’s digital“

Die Nutzung von Technologien im Kontext von Lehr- und Lernprozessen ist ein zentraler Aspekt in aktuellen Maßnahmen zur Schul- und Unterrichtsentwicklung. So legt das Bundesministerium für Bildung mit der Digitalisierungsstrategie „Schule 4.0. – jetzt wird’s digital“ ein umfassendes Konzept vor, das die gesamte Schullaufbahn umfasst. Mit der Umsetzung der Strategie erwerben alle Schülerinnen und Schüler in Österreich digitale Kompetenzen und lernen, sich kritisch mit digitalen Inhalten auseinanderzusetzen. Dabei geht es um ein breites Portfolio an Kompetenzen: von Medienkompetenz über kritischen Umgang mit Informationen und Daten, Sicherheit im Netz hin zu Wissen über Technik, Coding und Problemlösung. Die Strategie besteht aus vier ineinandergreifenden Säulen. Eine davon konzentriert sich auf die Vermittlung digitaler und informatischer Kompetenzen an Schülerinnen und Schüler.

Spielerischer Zugang zu Problemlösekompetenz in der Volksschule

In der Volksschule stehen die Medienbildung sowie der spielerische Umgang mit Technik und Problemlösung im Vordergrund. Alle Schülerinnen und Schüler sollen nach Abschluss der Primarstufe über erste digitale Grundkompetenzen verfügen und diese anwenden können. Neben der Medienbildung wird daher nun auch die digitale Grundbildung schrittweise in den Fachlehrplänen verankert.

Foto: © Ilike – Fotolia.com

Die kreative und spielerische Auseinandersetzung mit der Informatik soll unter anderem durch innovative Projekte wie „Denken lernen, Probleme lösen“ gefördert werden. Es kombiniert algorithmisches Denken als Grundlage für Problemlösekompetenz und kreative Ansätze (Making) mit spielerischen Methoden (Game Based Learning).

Digitale Grundbildung in der Sekundarstufe I

Von der fünften bis zur achten Schulstufe wird eine verbindliche Übung „Digitale Grundbildung“ mit eigenem Lehrplan im Ausmaß von 2 bis 4 Wochenstunden eingeführt. Die Umsetzung erfolgt entweder integrativ im Fachunterricht oder in speziell dafür gewidmeten Stunden, die schulautonom festgelegt werden.

Das Curriculum für die Sekundarstufe I orientiert sich am Modell digi.komp8 und spannt einen breiten Bogen von Medienbildung bis zu Coding und Computational Thinking. Am Ende der achten Schulstufe sollen die Jugendlichen informatische Grundkenntnisse sowie den Umgang mit Standardsoftware beherrschen und über den kritischen Umgang mit Daten, Information und Medien Bescheid wissen.


Zu den Koordinatoren der Ausgabe:

AL Mag. Martin BAUER, MSc leitet die Abteilung II/8 für IT-Didaktik und digitale Medien im Bundesministerium für Bildung und ist verantwortlich für die Umsetzung der Säulen 1 und 2 der Digitalisierungsstrategie Schule 4.0.

Mag. Stephan Waba, M.A. ist Mitarbeiter der Abteilung II/8 für IT-Didaktik und digitale Medien im Bundesministerium für Bildung. Seine Arbeitsschwerpunkte sind pädagogische Konzepte zur Vermittlung digitaler und informatischer Kompetenzen an Schülerinnen und Schüler sowie die Qualifizierung von Pädagoginnen und Pädagogen. Davor war er Lehrer für Englisch und Deutsch an einer allgemein bildenden höheren Schule, PädagogInnenbildner und Leiter der Virtuellen PH.

Tags : Digitale BildungDigitalisierungErziehung & UnterrichtSchule 4.0